»Sie haben wirklich Unglück gehabt, Meister Seilitz,« sagte Handor, »aber diesmal soll ihnen das nicht wieder so begegnen. Ich gebe Ihnen mein Wort, daß wir diesmal am Ersten meine Rechnung abschließen – vielleicht noch früher.«

»Ich würde Ihnen unendlich dankbar sein, Herr Handor,« sagte der Schneidermeister, »und da es nur noch ein paar Tage bis zum Ersten sind, so will ich auch nichts weiter dagegen sagen. Dann aber müßte ich wirklich – so leid es mir thun sollte – die Gerichte zu Hülfe rufen, denn ich kann nicht länger warten.«

»Nun, Meister Seilitz, wenn Sie mir auch nicht gerade gleich mit den Gerichten drohen...«

»Es thut mir wirklich leid, Herr Handor, denn ich behandle meine Kunden gern mit Achtung, aber...«

»Jetzt werden Sie doch so freundlich sein und mich verlassen, Herr Seilitz,« sagte Handor, der auch anfing ärgerlich zu werden. »Wenn Sie bis zum Ersten Ihr Geld nicht haben, »so thun Sie nachher, was Ihnen – angenehm ist.«

»Sehr wohl, Herr Handor – Sie haben mir Ihr Wort gegeben, und ich verlasse mich darauf. Sie wissen, wenn ich Ihnen einmal etwas versprochen, habe ich es auch gehalten.«

»Das haben Sie – also für den Augenblick...«

»Ich will Ihnen nicht länger lästig fallen – am Ersten, Morgens zwischen zehn und elf Uhr, werde ich mir wieder erlauben nachzufragen.«

»Sehr wohl, Herr Seilitz.«

»Guten Abend, Herr Handor.«