Der Haushofmeister wurde hinausgeschickt, um nach ihnen zu sehen. Er kehrte ebenfalls nicht wieder.

»Um Gottes willen,« flüsterte Helene ihrem Begleiter zu, »die Comtesse wird doch nicht unwohl geworden sein; sie sah vorhin so bleich aus!«

»Das ist mir auch aufgefallen,« erwiderte dieser; »Graf Monford scheint unruhig zu werden.«

»Eine kleine Störung,« lächelte der Staatsrath seiner Nachbarin, einem gelben, aber sehr reichen Stiftsfräulein von Wurmholz, zu, »die Elisabeth hat ihr Stichwort versäumt und der Festmarsch wird noch einmal von vorn anfangen müssen.«

»Das junge Brautpaar,« sagte die Gnädige achselzuckend, »wird draußen auf der Terrasse schwärmen und nicht bedenken, daß wir Hunger haben; es ist schon ein Viertel nach Neun.«

»Grausame Liebe!« stöhnte der Staatsrath.

Der Graf wurde in der That unruhig, denn solch ein Verstoß gegen die Etiquette gehörte mit zu den unangenehmsten Dingen, die ihm, wie er glaubte, überhaupt passiren konnten.

Ein anderer Diener wurde hinausgeschickt, um den Haushofmeister zu suchen. Er kehrte nach einigen Minuten zurück und flüsterte dem Grafen einige Worte zu.

»Entschuldigen Sie einen Augenblick, meine verehrtesten Herrschaften,« sagte der Graf ruhig, »ich glaube, meine arme Paula ist unwohl geworden; aber es wird nichts zu sagen haben.«

Er verließ mit festen, langsamen Schritten den Saal. Draußen am Eingang stand George.