»Ja, heute ist aber eine Ausnahme,« lachte der Holzhändler, »denn wenn er bei hellem Tag erst käme, wär' die Geschichte vorbei und er kriegte nichts mehr.«
»Schadete ihm auch nichts,« meinte der Müller, »und ich wollte, er hätte die hiesige Gegend nie gesehen, denn seit er da ist, spür' ich's an meinen Fischen.«
»Er stiehlt, wo er 'was kriegen kann,« nickte der Förster, »und meine Fasanen wissen davon zu erzählen.«
»Und Eure Forellen auch,« lachte der Müller; »meinem Gevatter, dem Mehlberg, hat er neulich sieben Pfund verkauft.«
»Der Cujon!« rief der Förster; »aber ich kann doch hier, Gott straf' mich, nicht den ganzen Tag im Park stecken, wo ich da drüben das große Revier und die Stadt in der Nähe habe, in der das Gesindel Alles brauchen kann, was vorkommt. Wenn er sich aber hier am Fischwasser herumtriebe, müßte ihn Jonas doch über Tag bemerkt haben. Habt Ihr den Fritz schon einmal angeln sehen, Jonas?«
»Du lieber Gott,« sagte der alte Mann, der indessen seinen eigenen Gedanken gefolgt war und jetzt merkte, daß er angeredet wurde, »als kleines Kind hab' ich sie ja schon auf den Armen getragen!«
»Wen?« schrie der Müller.
»Die liebe Comtesse, und wenn mich Gott leben läßt, kann ich jetzt auch vielleicht ihre Kindchen sehen.«
»Ob Ihr den alten Fritz nicht habt fischen sehen, fragt der Förster,« schrie ihm jetzt der Müller in's Ohr.
Jonas sah ihn ganz erstaunt an, denn er begriff die Frage nicht einmal gleich; endlich aber nickte er lächelnd mit dem Kopf und sagte: