»Den alten Fritz? Oh, gewiß, nach Maulwürfen. Seine Angelruthen stecken ja über die ganze Wiese, und er ist darin ein tüchtiger Kerl, das muß man ihm lassen; es macht's ihm Keiner nach.«

»Mit dem Alten ist ja nicht zu reden,« sagte der Förster halblaut, »und wenn wir so schreien, hört's am Ende der Halunke da draußen und lacht uns noch obendrein aus.«

»Hört einmal, Förster,« sagte der Müller leise, »der Maulwurfsfänger ist mit allen Hunden gehetzt, und so hält es verdammt schwer, hinter seine Schliche zu kommen; bei einem Glase Wein hat aber schon Mancher ausgeplaudert, wovor er sich sonst wohl gehütet und sich lieber die eigene Zunge abgebissen hätte. Wenn wir ihn nun einmal hereinriefen und ihm ein bischen zusetzten?«

»Der trinkt uns Beide unter den Tisch,« brummte der Förster.

»Der noch lange nicht,« rief der Müller; »eine bessere Gelegenheit finden wir auch im Leben nicht wieder. Merken kann er nichts, denn alle Arten von Leuten sind heut Abend hier versammelt. Wollen wir's nicht einmal versuchen?«

»Aber am Ende ist's dem Haushofmeister nicht recht, wenn wir den Vagabonden hier in sein Zimmer bringen.«

»Ach was, zu dem Zweck hat er gewiß nichts dagegen, denn er mag ihn auch nicht leiden, weil ihn der Lump immer so vornehm grüßt; und dann kommt der auch nicht vor den nächsten zwei Stunden wieder herein, denn er ist jetzt mit der Tafel beschäftigt, und nachher wird gespeist, wo er ebenfalls dabei sein muß.«

»Na, meinetwegen, dann holt ihn; ich stehe mit ihm nicht so grün, daß ich ihn einladen könnte, und er röche gleich Lunte.«

»Den wollen wir uns einmal langen,« lachte der Müller vergnügt vor sich hin, indem er von seinem Sitz aufstand; »paßt auf, den kaufen wir uns.«

»Wollt Ihr schon fort?« fragte Jonas erstaunt.