»Herr Förster, Sie haben nach mir verlangt!«

»Ach, Wenzel, sind Sie das? Stopfen Sie mir erst einmal meine Pfeife; sie steckt in der linken Rocktasche und der Tabaksbeutel in der rechten.«

»Ja wohl, Herr Förster.« Die Pfeife wurde gestopft und gebracht. Wenzel zündete einen Fidibus an, aber das Rauchen wollte nicht recht gehen. Hatte die Pfeife keinen Zug, oder that ihm dabei die Backe so weh? Der Forstgehülfe selber probirte, sie zog vortrefflich; der Förster nahm sie noch einmal zwischen die Lippen, aber es ging nicht. Er seufzte tief auf und gab sie Wenzel zurück.

»Rauchen Sie sie selber, Wenzel,« sagte er traurig; »es geht nicht. Der verfluchte Maulwurfsfänger!«

»Und weiter soll ich nichts?« fragte der Forstgehülfe, der, dem Auftrag gehorsam, die Pfeife zwischen die Zähne nahm.

»Doch Wenzel; setzen Sie sich einmal einen Augenblick hierher. Das Maul thut mir so weh, ich kann nicht laut sprechen. Nehmen Sie sich Jemanden mit einer Laterne mit, und gehen Sie auf den Platz zurück, wo Sie mich vorher gefunden haben. Das wissen Sie doch, wo das war?«

»Ja wohl, Herr Förster.«

»Gut, von da an gehen Sie auf meinem Schweiß zurück bis zu dem Fichtenstreifen, der am Hafer hinläuft. Sie können nicht fehlen, er muß überall auf den Büschen sitzen. Dort finden Sie eine Drahtschlinge, die der verdammte Halunke, der Maulwurfsfänger, gelegt hat, und ein Stück Wild darin; ich weiß nicht, was es ist, ich hatte keine Zeit, nachzusehen.«

»Der Lumpenkerl!« sagte der Forstgehülfe in gerechter Entrüstung – »ob ich's mir nicht immer gedacht habe!« und qualmte stärker.

»Halten Sie's Maul und hören Sie zu!« sagte der Förster – »gerade wo das Stück liegt, hab' ich gestanden, auf der andern Seite drüben und links hinein in die Fichten geschossen; die Schrote müssen noch in den Zweigen sitzen. Nehmen Sie sich lieber zwei Laternen mit, daß Sie besser sehen können, und suchen Sie mir die Fichten ab, ob ich den Lump nicht doch vielleicht zu Holz geschossen habe.«