»Nicht das Geringste, Herr Stelzhammer.«

»Schön; hätten Sie etwas dagegen, mich einmal zu begleiten?«

»Wohin, Herr Stelzhammer?«

»Nu, natürlich in den Italienischen Keller,« sagte Peters mit einem verschmitzten Lächeln; »wohin kann man einen Menschen um diese Tageszeit wohl führen? Aber, Donnerwetter, was wollte denn der Doctor Strohwisch schon bei Ihnen – pumpen? Natürlich! Halten Sie sich den zum guten Freunde, wenn ich Ihnen rathen soll; er hat ein bitterböses Maul.«

»War das der Herr, dem wir auf der Treppe begegneten?«

»Ja wohl, mit den kurzen Haaren und dem mopsigen Gesichte; aber er hat's hinter den Ohren. Na, ich muß jetzt fort; vergessen Sie nicht, um zwölf Uhr. Guten Morgen, meine Herren!« Und wie ein Pfeil schoß er wieder aus der Thür hinaus.

»Und wohin soll ich Sie begleiten?«

»Das war der Theaterdiener, nicht wahr?«

»Ja, Peters.«

»Wohin Sie mich begleiten sollen? Wohin Sie wahrscheinlich recht gern mitgehen,« lächelte der kleine Mann. »Sie wissen, was mein Schwager Pfeffer von Ihrer Bewerbung um Jettchen hielt – bitte, lassen Sie mich ausreden. Pfeffer kennt das Theater durch und durch, und mit keiner Aussicht, daß Sie sich je eine unabhängige Stellung dabei erringen könnten, hielt er es für seine Pflicht, ein Verhältniß abzubrechen, das, wie er fürchtete, für Jettchen nur vergebliche Hoffnungen hatte und aus dem doch nie etwas Ernstes werden konnte. Gestern Abend nun, oder vielmehr noch diese Nacht, habe ich mit ihm die Sache überlegt, und wir sind Beide zu dem Schluß gekommen, daß Sie...« Hier stak er fest, denn er wußte jetzt nicht recht, wie er dem ihm mit hochgerötheten Wangen gegenüber sitzenden jungen Mann die Sache weiter auseinander setzen sollte.