»Also nun erst anstoßen auf das Wohl unseres ersten jugendlichen Liebhabers,« rief Jeremias und ließ in dem nämlichen Augenblick einen Pfropfen knallen, als ein scharfer Schrei in der Thür ausgestoßen wurde.
»Oh, mein Gott, haben Sie mich erschreckt!« stöhnte Fräulein Bassini, die auf der Schwelle stand.
»Ob die nicht jedesmal zum rechten Moment kommt,« rief Pfeffer lachend; »na, her, Alte – noch ein Glas, Jettchen!«
»Alte? Fürchtegott, ich verbitte mir Deine Grobheiten! Aber, mein lieber Herr Rebe, Sie haben uns Alle gestern Abend...«
»Die Geschichte ist lange abgemacht,« rief Pfeffer, ihren Arm fassend und sie auf einen Stuhl ziehend.
»Aber ich darf doch...«
»Champagner trinken, gewiß; da stoß mit Horatius an, denn er muß fort, um ein neues Engagement abzuschließen.«
»Also wirklich?« rief Fräulein Bassini entzückt. »Oh, da gratulire ich von ganzem Herzen!«
»Und Rebe soll leben, vivat hoch!« rief Pfeffer.
Pfeffer war überhaupt in einer überaus aufgeregten Stimmung, litt aber trotzdem nicht, daß Rebe über eine Minute seiner Zeit blieb, damit er den Director nicht warten ließ. Das schickte sich nicht für einen jungen Künstler, wie er meinte. Er mußte aber versprechen, ihnen gleich nachher das Resultat mitzutheilen, und dann drückte er ihm selber den Hut auf den Kopf und schob ihn zur Thür hinaus.