»Ach, gnädige Frau Gräfin,« rief der junge Bursche ganz entsetzt, »sie – sie bringen ihn!«

»Ihn – wen?« rief der Graf und sprang von seinem Sitz empor.

»Den jungen Herrn Grafen.«

»George?« schrie die Gräfin, und Leichenblässe deckte ihre Züge.

»Ja,« jammerte der junge Mensch, »ganz blutig und so blaß!«

Der Graf gab keinen Laut von sich; einen der schweren silbernen Armleuchter griff er auf und schritt der Thür zu.

»Ich bitte Dich um Gottes willen, George, bleib hier!« rief die Gräfin, die ebenfalls aufgesprungen war und seinen Arm faßte.

Der Graf sah sie mit einem eisig kalten Blick an. »Willst Du mich auch noch von meinem letzten Kinde trennen?« sagte er mit einer Stimme, die gar keinen irdischen Ton mehr hatte, und als ihn die Gräfin erschreckt, entsetzt frei ließ, verließ er das Zimmer, aus dem sie ihm fast willenlos, an allen Gliedern zitternd, folgte.

Sie sollten nicht lange über das Geschehene in Zweifel bleiben.

»Es hilft nichts, wir können es nicht verheimlichen,« hörten sie den Hofmeister sagen, »der Stern des alten Hauses ist gesunken!«