»Ich? – hm – nein – speise gewöhnlich später...«
»Na, aber dann zur Gesellschaft. – Heh, Kellner, Couvert für den Herrn!« rief Peters, der sich alle gesellschaftlichen Formen angeeignet hatte. »Die Herren kennen sich wohl noch nicht? Herr Walther, eine literarische Größe; Herr Stelzhammer, ein Kaufmann aus Brasilien!«
»Sehr angenehm, Ihre Bekanntschaft zu machen,« sagte Herr Walther mit einem völlig gleichgültigen Gesicht, indem er verlangend nach dem eben gebrachten Bier hinüber sah, und auch drei Viertel des Glases auf einen Zug leerte. »Was wollten Sie denn, Peters? Sie waren bei mir im Hause. Ich hatte einige Besuche zu machen.«
»Sind Sie schon auf heut Abend engagirt, Herr Walther?« fragte Peters, der weitere Umstände nicht für nöthig hielt.
Herr Walther nickte einfach, während er die für ihn bestellten Speisen in Empfang nahm und trotzdem, daß er sonst später speiste, mit außerordentlichem Erfolg zu bearbeiten begann.
»Alle Wetter,« rief Peters, »das wäre mir aber nicht lieb! Sie selber würden viel dabei versäumen, Herr Walther, denn es liegt uns viel daran, daß die Vorstellung heut Abend eine befriedigende ist!«
»So?« sagte Herr Walther.
»Aber vielleicht ließe es sich doch noch vereinigen.«
»Möchte wohl schwerlich gehen, Peters, – ich werde pfeifen,« sagte der Herr mit einer bodenlosen Ruhe.
Jeremias zuckte zusammen, Peters gab ihm aber unter dem Tisch einen Stoß mit dem Fuß.