»Mit Handor?« meinte diese, »das ist sicher; die Ronelli, die vor einiger Zeit in Prag gastirte, jetzt aber schon lange wieder von da fort ist, hat mir selber geschrieben, daß er unter einem andern Namen dort aufgetreten, aber durchgefallen wäre. Wo er aber jetzt stecken mag, weiß Gott!«
»Und wie lange ist das her?«
»Ja, das schreibt sie nicht.«
»Kennen Sie denn Niemanden in Prag?«
»Keine Seele – wenn nur der Mauser noch hier wäre – der hat Verwandte in Prag und könnte es von dort gewiß leicht erfahren.«
»Der Mauser? – der Souffleur? Ist denn der fort?«
»Oh, schon über sechs Wochen – er hatte ja einen Zank mit dem Director und ging damals ab. Natürlich aber hat Keiner von uns je wieder etwas von ihm gehört.«
»Wenn ich den Brief nur einmal bekommen könnte,« sagte Jeremias.
»Es steht weiter nichts davon drin,« versicherte Fräulein Bassini. »Die Ronelli ist ja in Prag nur dreimal aufgetreten und dann nach Schwerin gegangen, und schrieb mir auch das Wenige nur, weil sie glaubte, daß es mich interessiren könne. Wenn nur der Mauser noch da wäre, der könnte uns gewiß weitere Auskunft verschaffen. Doch was liegt daran, wo sich der Lump, dieser Handor, jetzt aufhält, und ich möchte wirklich wissen, was der Graf mit dem zu schaffen hat.«
»Ich will wenigstens hören, was er verlangt,« sagte Jeremias, seinen Hut aufgreifend. »Sobald ich kann, komme ich zurück.«