»Ich wollte Euch eigentlich gar nichts davon sagen,« bemerkte Jeremias kleinlaut, »bis dicht vor dem Abschied, aber es ging doch nicht an; es ist doch noch so Manches zu besprechen, und da – da bleibt's immer besser, man weiß es eine Weile vorher, daß man sich danach richten kann.«

»Und kannst Du die Geschichte da drüben denn gar nicht durch jemand Anders besorgen lassen?« fragte Pfeffer noch einmal, indem er vor ihm stehen blieb. »Du sagtest doch früher, Du hättest einen zuverlässigen Mann drüben.«

»Es geht nicht, Kinder, es muß sein,« schüttelte Jeremias mit dem Kopf; »'s thut mir selber leid genug, aber läßt sich eben nicht ändern, und, Du lieber Gott, das junge Volk braucht mich ja auch nicht mehr, die haben jetzt genug mit einander zu thun.«

»Und wir Alten?« sagte Pfeffer.

»Na, ich – ich hab' Euch ja doch jetzt einmal wieder gesehen und weiß, daß es Euch gut geht, und alles Andere – aber da kommt Rebe,« unterbrach er sich rasch, indem er seinen Hut nahm; »sagt's ihm nachher, wenn ich weg bin, ich möchte die Geschichte nicht noch einmal durcharbeiten. »Nun, wo haben Sie gesteckt, Rebe?« fragte er diesen, als er vor der Thür an ihm vorbei wollte. »Jettchen hat sich schon gesorgt, daß der Kaffee kalt würde.«

»Sie wollen fort?«

»Ich komme nachher wieder.«

»Dann gehen Sie doch einmal bei Rottacks vorbei, Herr Stelzhammer. Er begegnete mir vorhin auf der Straße und bat mich, Ihnen das auszurichten.«

»Sie sind zurück?«

»Seit heute früh. Eben ist auch die Nachricht eingetroffen, daß in dieser Nacht der alte Graf Monford gestorben sei; da draußen ist's jetzt recht öde geworden.«