»Sie?« rief Auguste rasch. »Oh, wenn Sie das über ihn vermöchten, Herr Graf, daß er hier bei uns bliebe! Ich weiß, er hält außerordentlich viel auf Sie.«
»Aber doch wohl nicht so viel, verehrte Frau,« lächelte der junge Graf, indem er den ihm von Rebe gebotenen Stuhl dankend nahm, »daß ich mehr über ihn vermöchte, als Sie, wenn Sie ihn schon darum gebeten haben.«
»Aber er sagt, er müsse zurück,« klagte Henriette, »seine Geschäfte und Ländereien zwängen ihn dazu.«
»Das ließe sich doch vielleicht arrangiren,« meinte Rottack. – »Ich danke, ich schnupfe nicht.« Und Pfeffer schob seine Dose ordentlich erschreckt wieder in die Tasche. – »Darüber hab' ich mit ihm gesprochen. Er kann mit leichter Mühe Alles brieflich abmachen; aber« – und sein Blick haftete dabei fest auf der Frau – »eine andere Sorge liegt ihm am Herzen, die er nicht den Muth hat auszusprechen.«
»Nicht den Muth?« rief Pfeffer. »Was in aller Welt kann das aber denn nur sein?«
»Er hat kein Logis in Haßburg,« sagte Rottack, wieder den Blick der Frau suchend.
»Kein Logis?« schrie Pfeffer. »Na, so schlage doch Gott den Deu – Bitte um Entschuldigung! Das geht über die Möglichkeit! Kein Logis?«
»Aber ich begreife den Vater nicht,« sagte auch Henriette; »das kann ihm doch unmöglich Sorge machen.«
»Er muß rein verrückt geworden sein!« rief Fräulein Bassini. »Ich wollte ihm genug Wohnungen in der Stadt verschaffen, um ein ganzes Regiment einzuquartieren.«
Rottack sah still und lächelnd vor sich nieder. »Und glauben Sie auch, verehrte Frau,« sagte er endlich, indem er zu Augusten aufsah, »daß ich ihm das zusagen darf?«