»Bassini,« flüsterte dieser zurück.
»Können Sie uns sagen, ob hier eine Dame Namens Bassini im Hause wohnt?« fragte der junge Graf, artig seinen Hut lüftend, in die Stube hinein.
»Eine vom Theater?« nickte der Meister – »ja, oben, zwei Treppen hoch.«
»Sein Sie aber so gut und putzen Sie sich erst die Stiefeln ab,« sagte eine Frau, die von der Seite her, mit einem großen Topf in der Hand, wie aus einer Coulisse heraus zum Vorschein kam, – »ich habe gerade die Treppe gescheuert.«
Felix machte lächelnd eine zustimmende Verbeugung, nahm dann die befohlene Operation auf das Ängstlichste an einem dort liegenden, schon sehr abgetretenen Strohteller vor, und stieg nun, während Jeremias unten seinem Beispiel folgte, langsam die noch feuchten, dunstenden Stufen hinauf.
Jeremias würde sich mit Vergnügen den ganzen Nachmittag da unten die Stiefel abgetreten haben, wenn er nur nicht mitgemußt hätte – aber es ging doch zuletzt nicht anders.
Auf dem niedern Vorsaal der ersten Etage befanden sich zwei Thüren; an einer war mit vier Nägeln ein Papier befestigt, das die deutlich geschriebene Aufschrift trug: »G. Borsig, Schneidermeister«; an der andern befand sich ein kleines Messingschild – dort wohnte ein Graveur.
Die alte hölzerne Treppe knarrte entsetzlich, aber sie stiegen auch jetzt die zweite hinan und fanden hier, gerade wie unten, wieder zwei Thüren, ohne daß die Inwohnenden es jedoch der Mühe werth gehalten, ihren Namen außen kund zu geben. Bewohnte Fräulein Bassini die ganze zweite Etage? Jeremias wußte es nicht, und es blieb nichts weiter übrig, als an die erste beste Thür zu klopfen und sich dort zu erkundigen.
Graf Rottack hatte einmal die Leitung übernommen, Jeremias war für den Augenblick vollkommen willenlos, und deshalb, wie er sich nur einen Moment in dem beengten Raum umgesehen, klopfte er auch an die nächste Thür herzhaft an.
»Herein!« rief eine laute Stimme.