„Um meinen Namen?“ sagte der Commerzienrath rasch und mistrauisch zu ihm aufsehend, „nein, bitte um Verzeihung, Sie sind sehr freundlich, aber mein Name hat mich in den letzten Tagen so genirt und in Verwickelungen gebracht, daß ich ihn, wenn das möglicherweise anging, ganz abschaffen würde, wie aber die Sachen stehen, so zurückhaltend von jetzt an damit sein werde, als es eben möglich ist.“

„Aber ich bitte Sie um Gottes Willen —“

„Nennen Sie mich in Gedanken Müller“, sagte der Commerzienrath, „ich habe mich heute schon einmal so geheißen, und der Name war mir recht nützlich.“

„Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie leid es mir thut, daß Sie um Mariens wegen soviel Unannehmlichkeiten gehabt zu haben scheinen, aber das mag Ihnen doch einige Beruhigung gewähren, zwei Glückliche dadurch gemacht zu haben.“

„Wenn ich damit meine Leber nur wieder kleiner machen könnte“, sagte der Commerzienrath; „doch ich glaube wir kommen an die Station, der Zug pfeift; nun ich wünsche Ihnen eine recht glückliche Reise und recht guten Empfang zu Hause —.“

„Wir danken Ihnen recht herzlich.“

„Ist mir aber sehr angenehm, daß ich nicht mit muß“, setzte der Commerzienrath hinzu.

„Und Sie wollen uns Ihre Adresse wirklich nicht sagen?“ fragte Marie.

„Den Namen werden Sie jedenfalls, wie mir jetzt einfällt, durch Ihre Herren Brüder erfahren, die ihn leider sehr genau kennen“, seufzte der Commerzienrath, „meine Adresse erlauben Sie mir aber zu verschweigen. Ich will froh sein, wenn ich in — wenn zu Hause bei mir Niemand von meinen Abenteuern hört. Würden Sie mich bis dorthin verfolgen, wäre ich in 14 Tagen todt.“

„Station Burgkunstadt — drei Minuten Aufenthalt“, sagte in diesem Augenblick der Conducteur, die Thür öffnend. „Sie steigen ja wol hier aus, mein Herr?“