„Er läugnete, daß er je in Hoßburg gewesen.“
„Könntest Du beschwören, daß er es war?“
„— — Ich glaube, ja,“ sagte Elisabeth nach einigem Zögern, „aber höre weiter — er läugnete nicht allein, sondern er erschrak auch, als ich ihm sagte, ich erriethe seine Gedanken. Er hatte sich zufällig sein Beinkleid am Knie gerade so zerrissen, wie an jenem Morgen, und ich rieth das auf’s Gerathewohl.“
„Er erschrak?“
„Klara sowohl wie ich hatte es bemerkt, aber damals weiter nicht beachtet. Doch mehr noch als das: der kleine Pello, der Hund der alten Dame, hat dem Mörder ‚ein Loch in’s Bein gebissen‘, wie Jeanette sagt — das war das Einzige, was ich aus ihr herausbringen konnte — jedenfalls nur in das Beinkleid, denn die Kleine fiel selber darauf, als ich mir gestern mein Kleid am Koffer zerriß.“
„Und weil zwei Menschen das Nämliche passirt ist, soll der Zweite das Verbrechen des Ersten verübt haben?“
„Höre mich weiter. Zu den Akten sind zwei Briefe eines Mannes geheftet, der wunderbarer Weise denselben Namen führt: Berger. Er ersucht darin seine Cousine um eine Unterstützung.“
„Berger? — Berger? — Ja, wahrhaftig, Du hast Recht — jetzt erinnere ich mich — aber ob das derselbe ist? Der Name kömmt doch gar zu häufig vor. Eine Menge Menschen tragen ihn.“
„Der Vorname stimmt — wenigstens das F., mit denen sie gezeichnet sind. Herr von Berger in Bonn heißt Ferdinand.“
„Hm — hm — und die Handschrift?“