„O bitte, lassen Sie sie eintreten,“ sagte die Frau, „wir gehen dann gleich zusammen in den Garten.“
Elisabeth, die schon aufgestanden war, erbleichte, ging auf Klara zu und legte ihren Arm um sie, wie um sie zu schützen.
Berger, der mit dem Rücken der Thür zu saß, drehte sich um, — war ihm der Name bekannt vorgekommen? aber er kannte die Dame wohl kaum, und als Madame Belchamp, sehr geschmackvoll gekleidet, mit Jeanetten an der Hand, das Zimmer betrat und die übrigen Herren aufstanden, erhob er sich ebenfalls.
Die Frau Professorin war um den Tisch herumgegangen, um die Fremde zu begrüßen, als Berthus eine Weintraube von der Tafel nahm und damit auf das Kind zuging.
„Wie ein klein liebes herziges Ding,“ sagte er dabei. „Hier, mein kleines Fräulein, darf ich Ihnen eine Traube anbieten? — Sehn Sie einmal, Berger, was für ein lieber Schatz.“
Jeanette hatte die Traube genommen, aber die vielen Menschen ängstigten sie.
„Willst Du mir kein Händchen geben, Kind?“ frug Berthus, und bog sich zu ihm nieder.
Jeanette sah ihn an und gab ihm ihr Händchen, und drehte sich dann um, um zur Mutter zu gehen.
„Aber dem Herrn hier mußt Du auch noch ein Händchen geben, mein Schätzchen,“ sagte Berthus und führte es gegen Berger, — „komm’, gieb ihm eins, — er schenkt Dir auch noch einen Bonbon.“
Jeanette sah ihn an, — kaum aber fiel ihr Blick auf ihn, als sie die erhaltene Traube erschreckt fallen ließ und mit einem lauten Aufschrei: „böser Mann — böser Mann!“ zu der Mutter flüchtete.