„Es sieht ordentlich natürlich aus, daß ich hier in so anständiger Begleitung abgeführt werde.“
„Ist Euch auch wohl schon manchmal passirt, wie?“ lachte der Gerichtsdiener.
„Lieber Gott“, sagte der Alte, „menschliche Schicksale wechseln; einmal sind wir oben, einmal unten. Ich war auch schon einmal unten.“
„Dachte mir’s doch“, nickte der Mann, „Ihr seht mir auch gerade danach aus.“
„Sie scheinen mir Menschenkenner“, meinte der Bänkelsänger trocken; „aber ich denke, wir können jetzt eine Station weiter fahren. Wie geht’s denn der Falleri?“
„Wem?“
„Nun der Nummer so und so; ich weiß ja noch nicht, unter welcher Firma sie hier logirt.“
„Oh, der Edmund, Nummer elf — gut geht’s ihr; es fehlt ihr nichts.“
„Freut mich zu hören“, nickte der Alte, „wäre aber das erste Mal in ihrem Leben, daß es ihr gut ginge — und ein curioser Platz dazu. Aber da sind wir wohl — Nummer elf. Wollen Sie mich dem Herrn Gefängnißwärter vorstellen?“
„Wird wohl nicht nöthig sein“, lachte der Mann über die Förmlichkeit des Alten; „hier, Brummer, der Mann da hat Erlaubniß, Nummer elf zu sprechen — eine Viertelstunde.“