„Ja, Herr Brenner?“
„Du hast gestanden, daß Du das Feuer an jenem Abend angelegt?“
„Ja, Herr Brenner“, sagte Valerie leise.
„Aber Du hast’s nicht gethan, Mädel.“
„Doch, Herr Brenner“, lautete die bestimmte Antwort, „ich hab’s gethan und hab’s gestanden.“
„Es ist nicht wahr, Mädel“, fuhr der Alte aber jetzt mit unterdrückter Stimme fort, „Du kannst’s nicht gethan haben, denn erstens liegt es nicht in Deiner Natur und dann — bist Du’s auch nicht gewesen.“
„Doch, Herr Brenner, ich war’s“, wiederholte Valerie, jetzt wieder mit denselben bleichen Wangen wie vorher; „ich habe es gethan und werde dafür meine Strafe erhalten. Hoffentlich lassen sie mich nicht lange warten“, setzte sie noch leiser hinzu.
„Aber Du bist doch erst bei uns draußen gewesen“, fuhr der Mann fort, der jetzt Beweisgründe gegen sie zu sammeln suchte, „Du warst vorher auf dem Kirchhof bei Deiner Mutter selig.“
„Ja, Herr Brenner, und nachher bin ich durch’s Dorf gegangen und habe das Feuer in die Scheune geworfen.“