„Wenn wir jetzt eine Flasche Bier hätten,“ sagte dieser, indem er sich, in Ermangelung eines andern Labsals, wenigstens seine kurze Pfeife stopfte und in Brand setzte — „das müßte jetzt schmecken.“

„Die Kreiser bringen ein paar Flaschen mit,“ nickte der Förster, „denn ich wußte ja nicht, was wir noch für Arbeit mit dem Hirsch bekamen.“

„Das ist gescheidt — und die müssen bald kommen.“

„Etwa in einer halben Stunde spätestens,“ sagte der Förster und qualmte stärker — „aber — was ich gleich sagen wollte, Raischbach — Sie — Sie meinten vorher da drüben am Bau — am Fuchsbau meine ich — an der wunderlichen Stelle, die rings von steilen Sandsteinfelsen wie eingedämmt ist, daß sie fast so aussähe, als ob der Platz eingesunken wäre.“

„Ja wohl, Herr Förster, es hat merkwürdige Aehnlichkeit, und drin im Tyrol wüßt’ ich genau so eine Stelle, wo sich auch die Leute erzählen, daß dort vor uralten Zeiten eine Alm gestanden hätte — und jetzt ist’s ein See, kein Mensch weiß wie tief.“

„Es kommt Alles vor in der Welt, Raischbach,“ nickte der Alte still vor sich hin — „Alles — wir sehen’s nur manchmal nicht, oder wollen’s eben nicht sehen.“

„Und hat der Platz irgend eine Bedeutung?“

„Dort an Ort und Stelle,“ sagte der alte Mann, „mochte ich Ihnen nicht gern Red’ und Antwort stehen; man spricht nicht gern davon, wo die Worte bis hinunter in den Grund schallen können, und wenn Sie die Kreiser frügen, würde Ihnen wohl Keiner Auskunft geben; aber das ist Thorheit, denn einem frommen Christen kann der Spuk nichts anhaben.“

„Aber welcher Spuk, Herr Förster?“

„Der im Bau drunten.“