„Also ein ordentliches Kasino haben sie dort?“
„Ei, Du wirst staunen, wenn Du’s siehst — aber ich geh’ nicht mit hinauf,“ setzte sie hinzu, „denn Unsereins gehört nicht zwischen die vornehmen Herrschaften, und die Frau Holle würde mich schön über die Achsel ansehen.“
„Ja, kommt denn die auch dahin?“
„Na gewiß — da ist alle Abend große Gesellschaft, und wenn sie einmal recht lustig sind, dann kommen sie auch wohl hierher unter die große Linde und tanzen im Freien; aber das geschieht gar selten, denn die Mannsleute spielen lieber Karten und trinken Wein, und die Frauensleute sitzen beim Kaffee und schwatzen mit einander.“
„Das ist ja aber gerade wie bei uns, Marie.“
„Und warum soll’s nicht wie bei Euch sein?“ sagte das Mädchen ruhig — „waren es doch auch Alles früher einmal Menschen und haben deßhalb ihre alten Gewohnheiten beibehalten; so was ändert sich nicht, und wenn man so alt würde wie die Welt.“
„Und sind wir hier am Haus?“
„Das ist die Wolfsschlucht! siehst Du das Schild nicht am Haus und den großen Wolfskopf drüber in Stein gehauen? Und da kommt auch schon der alte Eckardt. Mit dem lass’ ich Dich allein, er kennt Dich schon; brauchst ihm gar nichts weiter zu sagen, denn der weiß Alles, was droben und drunten geschieht!“
„Und wann seh’ ich Dich wieder, Marie?“