„Aber er war so freundlich und hat mir auch —“
„Du kennst sie nicht,“ drängte aber das Mädchen, indem sie ihn die Straße entlang zog, daß er ihr kaum folgen konnte — „wenn sie dazu aufgelegt sind, ist ihnen Alles Wild, was vorkommt. Aber ich denke, wir erreichen die Grotte noch, ehe sie zurückkehren können.“
„Wo will der hin?“ fragte plötzlich eine rauhe Stimme, und eine wilde Gestalt, auch in altem Jagdkostüm, aber einen Bärenspieß in der Hand und zu Fuß stand vor ihnen, und zwar gerade an der Stelle, wo der Weg wieder in den schmalen Gang hinein führte.
„Nun wieder nach Haus, Kamerad!“ erwiederte dießmal Raischbach selber, während Marie ihn ängstlich am Rock zupfte — „ich war zum Besuch hier unten.“
„So, mein Bursche!“ sagte der wilde Gesell, indem er sich seinen etwas schief sitzenden Kopf wieder zurecht rückte, „und darfst Du denn das?“
„Ja, Herr von Jagenteufel!“ erwiederte da Marie — „er darf; er nimmt ja nichts mit fort.“
„Wirklich?“ rief der fremde Jäger, „und wo hat er das Rehbocksgehörne her? Hol’ mich der Teufel, das ist ja aus der Sammlung des Hackelnbergers!“
„Und von dem habe ich es auch geschenkt bekommen,“ sagte Raischbach trotzig.
„O, wirf es fort, wirf es fort!“ flüsterte ihm das Mädchen bittend zu — „Du darfst nichts mitnehmen.“