„Aber Herr Ohlers, man sagt doch so etwas nicht so gerade heraus.“

„Gut, dann sagen Sie’s drum herum,“ meinte der Apotheker, „aber wissen muß ich’s, wenn ich Ihnen beistehen soll.“

„Und nachher machen Sie sich unten über mich lustig,“ sagte die Frau, die über und über roth geworden war.

„Herr du meine Güte,“ rief Ohlers, und fuhr sich mit der Hand durch die Haare, „ist so eine Wittwe langweilig. Hier steht Jemand, der Ihnen und dem Doktor helfen will, denn der muß vor der Hand unter Vormundschaft gestellt werden. Wollen Sie also Frau Doktorin werden oder nicht?“

„Und Sie haben mich nicht zum Besten?“

„Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort darauf.“

„Gut denn,“ sagte Frau Reuter entschlossen, „ich will Ihnen glauben und bedaure selber, daß Herr Peters eine so traurige — wie soll ich denn gleich sagen —“

„Zurückhaltung?“ ergänzte Ohlers.

„Nein,“ erröthete die Wittwe — „eine so traurige Idee gefaßt hat, die ihm vielleicht sein ganzes Lebensglück vergiftet. Was ich dazu beitragen kann, ihn zu heilen, will ich von Herzen gern thun.“