Wieder seufzte der Doktor, aber er trank doch diesmal wenigstens dazu, und sah dann eine ganze Weile stier vor sich nieder, so daß Ohlers endlich unruhig wurde.

„Hör einmal,“ sagte er nach einer Weile, „die Sache kommt mir bald bedenklich vor, und ich fange an zu glauben, daß doch am Ende etwas an dem Gerücht ist, von dem man in der Stadt hier munkelt.“

„An dem Gerücht? an welchem Gerücht?“ frug Peters.

„Daß Du nur deßhalb nicht um die Wittwe anhieltest, weil Du — schon verheirathet wärst.“

„Unsinn,“ brummte der Doktor, mit dem Kopf schüttelnd, „wer sagt denn das?“

„Wer sagt es nicht,“ meinte Ohlers, „denn sonst könnte man sich keinen Grund denken, der Dich abhielte, der Quälerei ein Ende zu machen. Wenn Du aber in Deutschland drüben schon eine Frau sitzen hättest, wäre das freilich was Anderes.“

„Ihr seid Alle mit einander nicht recht bei Trost,“ rief der Doktor, sich ganz in Gedanken selber wieder einschenkend, während er dabei die dichten Rauchwolken von sich blies, „ich verheirathet — ich wollte ich wär’s, dann führte ich nicht mehr so ein Hundeleben wie jetzt — aber’s geht nicht — es geht wahrhaftig nicht.“

Was geht nicht? Mensch, so rück endlich einmal heraus,“ drängte aber jetzt Ohlers. „Dir liegt was auf dem Herzen, das ist gewiß, und je eher Du’s herunter schüttelst, desto besser. Ist Dir dann zu helfen, so —“

„Mir ist nicht zu helfen,“ sagte der Doktor finster, „aber — wenn ich’s Dir auch erzählen wollte — Du lachtest mich einfach aus.“

„Ich lache Dich aus? Ist es denn so was Komisches?“ frug Ohlers gespannt.