„Ich gebe dir zweitausend Gulden für die Waffe, und einen besseren Khris als diesen hier. Laß ihn mir. Ich habe mein Herz einmal darauf gesetzt, und möchte ihn mein nennen, wenn es auch thöricht ist.“
„Du bist ein wackerer Bieter,“ lachte der Amerikaner, „aber mein Herz hängt besonderer Weise auch daran, und wir müssen nun sehen, welches schwerer ist, deines oder meines. Um zweitausend Gulden gebe ich ihn [nicht] her, hast du vielleicht Lust dreitausend dagegen zu wenden?“
Der Javane biß seine Unterlippe, daß der Eindruck der scharfen Zähne darin zurückblieb; er fühlte, daß der Fremde die Beweggründe kannte, die ihn trieben, wußte, daß er entschlossen sei seinen Vortheil zu wahren, und zögerte dennoch mit dem Gebot, daß ihn zum Bettler machen mußte. Aber es blieb ihm keine andere Wahl; der heilige Khris war eines Fremden Eigenthum, und die Geister der Verstorbenen hätten den Frevel gerächt, wenn er die Waffe in jenes Händen ließ.
„Gut,“ sagte er endlich, während ein schwerer Seufzer sich seiner Brust entrang, „sei hier an dieser Stelle eine Stunde vor Sonnenuntergang, ich bringe dir das Geld; und seinen Sarong fester um sich herziehend, und ohne sich weiter nach den Männern umzusehen, schritt er die Straße rasch zurück.“
Um die Lippen des Amerikaners zuckte ein triumphirendes Lächeln, der holländische Capitain aber theilte seine Gefühle nicht und [sagte] ernst:
„Sie sind zu weit gegangen, Goodwin; dem armen Teufel wird es blutsauer werden, das Geld aufzubringen, und hätt' ich das vorher gewußt, würd' ich es nicht geduldet haben.“
„Das kann ich mir denken,“ lachte der Kaufmann, „es thut Ihnen jetzt leid, daß Sie mir nicht geglaubt, und fürchteten, er liefe Ihnen mit dem Dreihundert-Gulden-Gebot davon. Hatt' ich Ihnen nicht vorher gesagt, daß er so viele Tausende dafür geben würde?“
„Er bezahlt das Messer theuer genug damit,“ sagte der Holländer.
„Und bekommt es noch nicht einmal dafür,“ rief der Amerikaner lachend.
„Bekommt es nicht dafür?“