„Hast du den Khris?“ frug der Häuptling leise, als er zu ihm trat, und die Rolle mit Holländischen Banknoten aus seinem Gürtel nahm.

„Ah, tabeé, mein brauner Freund,“ lachte der Amerikaner, als er seiner ansichtig wurde, „bist du wieder da? ein Paar Minuten später, und du hättest mich nicht mehr getroffen.“

„Hast du den Khris?“ sagte der Javane, ohne den Gruß weiter zu erwidern.

„Den Khris? – allerdings, hier ist er, mein brauner Tuwan.“

„Und hier ist dein Geld dafür – gieb mir die Waffe,“ sagte der Javane, ihm mit der linken Hand die Banknoten reichend und die rechte nach dem Messer ausstreckend.

„Halt, nicht so schnell,“ entgegnete ihm aber ruhig der Kaufmann, „wie viel hast du in dem Bananenblatt da eingewickelt?“

„Was du verlangt hast – dreitausend Gulden,“ sagte der Eingeborene, mit finster zusammengezogenen Brauen, „es ist mir schwer genug geworden, es zu schaffen.“

„Möglich,“ lachte der Amerikaner, „aber für dreitausend Gulden gebe ich den Khris nicht her.“

„Hast du ihn mir nicht um den Preis verkauft?“ rief der Javane, mit zornfunkelnden Augen emporfahrend, während die Rechte fast unwillkürlich nach dem Griff der eigenen Waffe fuhr, die er im Gürtel trug.

„Nur ruhig, Freund,“ entgegnete ihm aber mit einem verächtlichen Lächeln über die drohende Bewegung der kaltblütige Yankee, „ich habe dich bloß gefragt, ob du Lust hättest, dreitausend Gulden an den Stahl zu wenden, dir aber nicht gesagt, mit keinem Worte, daß ich ihn dafür lassen würde – Giebst du aber viertausend, soll er dein sein.“