»Mein Taschenbuch?«
»Fürchten Sie nicht, daß ich Sie Ihrer Papiere berauben werde,« sagte der Mann, »sie hätten für mich nicht den geringsten Werth. Wenn nicht doch vielleicht geheim gehaltene Banknoten –«
»Ueberzeugen Sie sich selber,« sagte der Kaufmann, indem er dem Räuber seine Brieftasche überreichte. Dieser blätterte das Buch flüchtig durch, und nahm, als er wirklich kein Geld darin fand, nur einen unausgefüllten Wechsel heraus. Aus der eigenen Tasche brachte er dann ein Tintenfaß und eine Feder zum Vorschein, benutzte ohne weitere Umstände den Hut des Kutschers zum Tisch, und füllte mit fester und geübter Hand den Wechsel aus.
»So,« sagte er dann, Mr. Warrel die Feder überreichend, und ihm den Hut etwas näher schiebend, »wenn ich Sie jetzt um Ihre Unterschrift ersuchen dürfte.«
Der Kaufmann nahm die Feder; als er aber vorher noch einen flüchtigen Blick über das Geschriebene warf, sah er rasch zu dem Buschrähndscher auf und sagte:
»Sie verlangten nur fünfhundert Pfund, hier stehen aber sechs!«
»Ich glaubte,« erwiderte Gentleman John ruhig, »daß es Ihnen in dieser Weise am bequemsten wäre, zugleich die verlorene Wette zu bezahlen.«
»Ach so,« lachte Mr. Warrel, »Sie haben Recht; an die Wette dachte ich gar nicht mehr. Genügt Ihnen das?«
John nahm den ihm dargereichten Wechsel, dessen Unterschrift er genau prüfte und mit einer in dem Taschenbuch gefundenen verglich, faltete das Papier dann zusammen, schob es in die Tasche und sagte:
»Ich danke Ihnen, Mr. Warrel, und hoffe, daß wir später noch bessere Geschäfte mit einander machen mögen.«