»Weißt Du, wer das war, John?« rief jetzt Jenkins, des Freundes Arm ergreifend und fast krampfhaft zwischen seinen Fingern pressend.

»Der Reiter, der eben vorüber sprengte? Ich habe ihn nicht gesehen.«

»Hendricks!« zischte ihm Jenkins in's Ohr – »bei meinem Leben und meiner Seligkeit – er selber –«

»Und Du hast Dich nicht geirrt?« rief John, fast unwillkürlich nach seiner Büchse greifend.

»Er trägt keinen Bart mehr!« sagte Jenkins – »er kam mir auch fast jünger vor, als ich ihn am Arkansas gesehen und geht besser gekleidet – aber das Gesicht wollte ich unter Tausenden heraus kennen. Er ist es und meinen Hals setz ich zum Pfande.«

»Hendricks?« fragte Peters – »Das war Rawlins, der Schwiegersohn des Ermordeten.«

»Und vielleicht der Mörder selber,« rief Jenkins, »komm Peters, zu Pferd und führ uns, so rasch uns die Thiere tragen können, jenem Herren nach, dessen nähere Bekanntschaft wir dringend wünschen.«

»Aber ich begreife Dich nicht.«

»Ich erzähle Dir Alles mit wenigen Worten unterwegs. Fort! wir versäumen hier die kostbarste Zeit, fort!«

Zehntes Kapitel.
Die Verfolgung.