»So warst Du die ganze Zeit in Kalifornien?«

»Gewiß war ich –«

»Und hast Du Glück gehabt?«

Der Mann schwieg und sah sie mit einem Blick an, der ihr ordentlich bis in's innerste Herz hinein stach – mit einem Blick, wie sie ihn noch nie von ihm gesehen. Ueberhaupt kam er ihr so merkwürdig verändert vor. Machte das vielleicht der große schwarze Bart, den sie allerdings nicht an ihm gewohnt war? – und er sah dabei so bleich aus – so düster. – Er hatte jedenfalls Unglück gehabt und kehrte als armer Mann zurück.

»Oh mein Gott,« stöhnte die Frau, als ihr der Gedanke kam, »und jetzt hab' ich all' das Unsere, selbst Dein Handwerkszeug, um einen Spottpreis verkauft – Nichts ist mir geblieben, als meine Kleider und Wäsche und die paar hundert Thaler, die ich für die Ueberfahrt zahlen wollte.«

Da zuckte es wie ein Lächeln über des Mannes Gesicht, und er sagte:

»Gott sei Dank, daß wir den alten Plunder los sind, wir hätten ihn doch nicht mehr gebrauchen können.«

»Nicht mehr gebrauchen können, Casper?« wiederholte die Frau erstaunt, »ich weiß nicht, Du – Du bist so sonderbar – ich begreife Dich nicht.«

»Weil ich mit einem ganzen Sack voll Gold zurück komme, Schatz,« lachte der Mann laut auf.

»Mit einem Sack voll Gold?«