»Das ist merkwürdig,« murmelte der Handwerksbursch erstaunt vor sich hin; aber nicht gewohnt einer solchen Persönlichkeit gegenüber irgend eine Widersetzlichkeit zu zeigen, warf er seinen Tornister ab, schnallte ihn auf und suchte das Buch.
»Ei du mein Herrgottchen,« rief er dabei, »Alles klatsche naß – wenn hier nur ein Platz wäre, wo man sein Zeug ein Bischen trocknen könnte.«
»Trocknen?« sagte der Seegreis erstaunt, während der Gendarm es unter seiner Würde hielt, mit dem reisenden Handwerksburschen ein Gespräch anzuknüpfen, ehe sich dieser nicht vollständig legitimirt hatte – »was ist denn das?«
»Was trocknen ist?« rief Zacharias, »das nehmen Sie mir aber nicht übel –«
»Na wird's bald!« rief der Gendarm.
»Entschuldigen Sie gütigst,« meinte der Handwerksbursch, »hat ihm schon – hier verehrter Herr Gerichtsbehörde ist mein Paß – Alles in Ordnung – Civil- und Militärbehörden werden ersucht, mich gefälligst –«
»Schon gut,« unterbrach ihn der Mann des Gesetzes, indem er das Papier wieder zusammenfaltete und seinem Eigenthümer zurückgab, »können sich hier aufhalten, müssen den Paß aber beim Bürgermeister vorher visiren lassen.«
»Beim Herrn Bürgermeister, haben Sie denn hier auch einen Bürgermeister?«
»Ist das wieder eine dumme Frage,« brummte der Gendarm, »wo sechs Deutsche zusammen wohnen, brauchen sie doch auch eine Obrigkeit; wofür sollte man denn sonst nur Steuern erheben? – Alles hier wie oben – Alles genau so!«
»O du lieber Himmel,« seufzte Hasenmeier, aber ganz im Stillen, denn was er jetzt dachte, durfte er nicht laut werden lassen, »und deshalb die schreckliche Seereise gemacht.«