Er war noch eifrig mit der Ausführung der Figur beschäftigt, als sich, ohne vorheriges Anklopfen, die der Wand gegenüber liegende Thür öffnete, und ein junger Mann mit breitrandigem schwarzen Filzhut, den Zipfel des langen blauen Mantels über die linke Schulter geschlagen, dabei mit vollem weichen braunen Bart und ein paar großen ehrlichen Augen, lachend auf der Schwelle stehen blieb, und das neu erstehende Werk des Freundes betrachtete.

»Alle Wetter Ernst,« rief er dabei, »was malst Du denn da? ich glaube gar »den Teufel an die Wand.« Was fällt Dir denn ein?«

»Du könntest am Ende Recht haben, Frank,« sagte der Angeredete, der kaum den Kopf nach dem Eintretenden wandte, und sich auch in seiner Arbeit nicht stören ließ. »Der Bursche ist in der That mehr Teufel als Faun und eine kleine Aenderung kann da nachhelfen.« Noch während er sprach wuchsen der Gestalt an der Wand ein paar kurz aufsteigende spitze Hörner und zwischen den Kartenblättern und dem Weinlaub krümmte sich ein, mit einem dicken Haarbüschel versehener Schweif heraus.

»Hahaha,« lachte Frank, »der Teufel mit Epauletten – gewissermaßen in Generals-Uniform bei großer Gala – die Idee ist nicht schlecht. Aber, Menschenkind, was soll die Spielerei? oder arbeitest Du im Auftrag irgend eines Ministeriums, um vielleicht Frescobilder für einen Ständesaal zu entwerfen?«

»Und kennst Du den Burschen nicht?«

»Wen? Seine höllische Majestät mit dem Pfefferkuchen-Herz in der Hand? – Das muß gut zu dem Schwefel schmecken?«

»Ich meine das Gesicht.«

»Hm, in dem Gesicht liegt in der That etwas Bekanntes,« sagte Frank, es jetzt aufmerksamer betrachtend. »Also es ist keine Phantasie?«

»Nein.«

»Portrait?«