»Vielleicht – Du kennst das Original jedenfalls.«

»Zum Teufel auch, die Epauletten bringen mich darauf – der Major von Reuhenfels, wie?«

Ernst nickte stumm vor sich hin – »Allerdings,« sagte er endlich, »der Herr Major von Reuhenfels, den ich mir hier zu meinem besonderen Vergnügen abconterfeit habe.«

»Und liebst Du den so sehr, daß Du sein Bild immer vor Augen haben willst?«

»Ja,« sagte Ernst finster und mit fest zusammengebissenen Zähnen, »so innig, daß ich – aber zum Teufel auch, ich will mir den schönen Tag nicht verderben und habe mir nur den Spaß gemacht die Fratze hier an die Wand zu zeichnen.«

»Aber Du hast karrikirt – der Major ist wirklich was man einen schönen, stattlichen Mann nennt.«

»Ein Fleischklumpen mit einem paar Unterkiefern, wie eine Kuh.«

»Das spricht für seine gastronomischen Leistungen,« lachte Frank.

»Und mit einem paar Lippen wie ein Faun – selbst der Schnurrbart kann den widerlichen Zug derselben nicht verbergen.«

»Aber sage mir nur, weshalb Du eine solche Wuth auf den armen Teufel hast. Hat er Dir denn je etwas zu Leide gethan?«