»Gewiß, wie ich sie das letzte Mal sah, aber sie wies mich kalt und stolz zurück.«

»Dann steckt auch mehr dahinter und dies bestätigt einen Verdacht, den ich schon lange gefaßt, daß nämlich der Major sowohl, als der alte Joulard ihre gegenseitigen Verhältnisse genau kannten. Uebrigens wurde später behauptet, daß Clemence gar nicht Joulards Tochter gewesen sei.«

»Und wessen sonst?«

Frank zuckte mit den Achseln. »Es würde schwer sein, das festzustellen, und käme auch Nichts mehr darauf an, denn er ist fort aus M– und wird wohl schwerlich hierher zurückkehren.«

»Und was ist sonst vorgefallen? Sage mir Alles.«

»Es ist mit kurzen Worten erzählt. Es kamen Dinge zur Sprache, die den Major auf das Aeußerste compromittirten. Er mußte seinen Abschied nehmen. Wechsel waren gefälscht worden, Cassengelder unterschlagen. Man sprach von falschem Spiel und einigen anderen Betrügereien und ging, mit Rücksicht auf den Schwiegervater und den adeligen Namen des Burschen, wohl schlaffer mit der Anklage gegen ihn vor, als man gegen einen Menschen aus niederem Stande vorgeschritten wäre. Auf einmal war der Major verschwunden.«

»Mit seiner Frau?«

»Mit seiner Frau, und als nun Joulard die Wechsel zahlen sollte, brach eben das ganze Kartenhaus zusammen.«

»Und wurde der Major nicht verfolgt?«

»Nein, man erzählte sich, oder wußte vielmehr, daß er bei Prinz Y– sehr gut angeschrieben stand, es gingen darüber allerlei tolle Gerüchte, die natürlich wenig ehrenhaft für den Major waren. Der Prinz zahlte, wenn auch seufzend, aber er zahlte doch, und die Klage gegen den Major, da sich die Gläubiger gern mit 50% abfinden ließen, wo sie schon gefürchtet hatten gar nichts zu bekommen, wurde niedergeschlagen.«