»Es war noch ein anderer Herr bei den Damen, wie?« frug der Fremde weiter.
Der Hausknecht nickte – »Ja und die Beiden haben sich mit einander gezankt,« erzählte er, denn der Gulden hatte ihn gesprächig gemacht, – »sie waren zusammen im großen Saal allein, und wie ich den fremden Herrn heute Morgen weckte, und ihm Licht ansteckte, hatte er einen offenen Pistolenkasten vor seinem Bett auf dem Stuhl stehen!«
»So? – das war der Letztgekommene?«
»Ja.«
»Und ist er noch auf seinem Zimmer?«
»Gewiß, aber lange wird er nicht mehr bleiben, denn sonst hätte ich ihn nicht vor Tag zu wecken brauchen.«
»Da kommt Jemand die Treppe herunter.«
Der Hausknecht sah hinauf, schüttelte aber mit dem Kopf, – »ne, das ist der Andere.«
Der Fremde zog sich in den Schatten des Geländers zurück, bis Trautenau das Haus verlassen hatte; dann folgte er ihm langsam bis zur Thür und blieb dort wohl noch zehn Minuten stehen. Endlich pfiff er leise auf einem kleinen Instrument und es dauerte nicht lange, so traten auch vier andere Männer in die Flur, von denen der Eine die Uniform der Landes-Polizei trug.
»Ich denke wir haben den Burschen,« meinte der Fremde jetzt, zu diesem gewandt, »denn was ich eben von dem Hausknecht gehört, läßt kaum noch einen Zweifel. Unser Extrazug wird sich wahrscheinlich bezahlt machen.«