»Daß wir nur keinen Verkehrten fassen,« entgegnete der Polizeibeamte, – »kennen Sie ihn persönlich?«

»Allerdings, – Herr von Reuhenfels, der sich in Wiesbaden »zu Berg« nannte, ist eine zu allbekannte Persönlichkeit, und war jeden Abend in der Spielbank zu treffen – ebenso wie seine schöne Frau.«

»Und was wird mit der Dame?«

»Es ist keine Anklage gegen die Dame erhoben; wir werden sie nicht belästigen.«

Oben wurde in diesem Augenblick geklingelt.

»Das ist auf No. 11,« rief der Hausknecht, – »ich soll ihm den Kasten hinunter zum Wasser tragen.«

»Gut – gehen Sie hinauf,« sagte der Polizeibeamte. »Wir sind hier um den Herrn zu verhaften. – Sollte er Widerstand leisten, so sind Sie verpflichtet, uns beizustehen. Sie haben mich doch verstanden?«

»Ja wohl – gewiß.«

»Und wenn Sie ein Wort oben äußern, könnten Sie in die schlimmste Lage kommen, lieber Freund.«

»Werde mich hüten,« brummte der Hausknecht; der Herr da oben schien aber ungeduldig, denn eben klingelte es zum zweiten Mal, und bedeutend stärker als vorher.