»So, meine Burschen,« sagte er dabei, »jetzt eßt, und dann an die Arbeit. Ihr habt nun ordentlich ausgeschlafen und wir müssen sehen, daß wir die Martha's-vine-yard wiederfinden, Nebel oder keiner. Jedenfalls läuten sie doch die Glocke an Bord und blasen oder schießen wohl auch ein paarmal, und wenn wir nur halbwegs in die Nähe kommen, müssen wir es ja hören.«

Die Leute verzehrten schweigend ihr frugales Frühstück, ohne ein Wort auf die Anrede zu erwiedern. Sie beeilten sich aber auch nicht damit und nahmen dann, als sie fertig waren und keine Entschuldigung mehr hatten, ihre Ruder langsam auf und legten sie in die Dollen. Der Bootssteuerer hatte indessen mit dem Steuerriemen, den kleinen Kompaß neben sich stehend, den Bug nach Westen herumgeworfen.

»Ein mit Euren Riemen, Ihr Leute,« rief er dabei. »Zögern hilft uns Nichts. Je länger wir hier warten, desto später kommen wir an Bord.«

Keiner der Matrosen rührte sich, um dem Befehl zu gehorchen; sie starrten schweigend und finster vor sich nieder, und augenscheinlich mochte Keiner von ihnen zuerst das Wort ergreifen.

»Nun? wird's bald?« sagte der Bootssteuerer, die Stirn runzelnd.

»Ich will Ihnen etwas sagen, Mr. Sikes,« übernahm der alte Bob die erste Eröffnung – »die Leute denken, daß wir in dem Nebel das Schiff verfehlen werden und nachher ohne Wasser und Lebensmittel da draußen verschmachten müssen!«

»Und wollt Ihr hier liegen bleiben?«

»Nein – aber das feste Land ist nicht so schrecklich weit. Wir haben gestern Abend schon die Wolken gesehen, die darüber liegen, wenn man auch die Berge noch nicht erkennen konnte, und je weiter wir wieder nach Westen fahren, desto weiter kommen wir vom Lande ab, und sind vielleicht nie mehr im Stande es zu erreichen.«

»Das feste Land?« rief der Bootssteuerer erstaunt aus, »und wißt Ihr nicht, daß Ihr zur Martha's-vine-yard gehört?«

»Das Schlimmste, was uns passiren konnte,« brummte der Eine der anderen Leute, Bill, der Segelmacher; »verdamm' den alten blutigen Kasten; ich wollte, ich hätte ihn mein Lebtag nicht gesehen, denn Alles, was er ergreift, hat Unglück.«