»Zuchthaus?« meinte Krautsch verächtlich – »da sägst Du dernach aus, so 'ne hohe Perschon in's Zuchthaus zu kriegen, als ob die nich Winkelzige genug kennten, drim herim zu gehn – ene Krahe hackt der angeren de Oogen noch lange nich aus, un wo mer sich hier nich selber hilft, da husten Enen die Angeren erscht recht was – ne Poller, aber ich weeß Der en Mittel – machst De mit?«

»Nun heraus mit der Sprache – erst muß ich's jedenfalls wissen, ehe ich 'was Bestimmtes dazu sagen kann – he?«

»Ich habe schonst oben im Hause davon angefangen, als der Spektakel losgung – Du meentest doch 'was von Verhungern –«

»Hm – und weiter.«

»Nun siehst De,« fuhr Krautsch eben so leise fort – »wir zwee Beede haben das Heifige gerade nich – wenn mer aber so en Platz wißten, wo mer mit eenem Ruck – verstehst De mich – so was zesammen derwischen kennten. –«

»Nun? –«

»Nu? – ih nu, denn meen ich, mer ließen uns de Zeit nicht lange währen, en griffen zu. – Merkst De noch nix?«

»Hm – nun sprich aus,« sagte Poller sinnend, und seinen Freund dabei etwas mißtrauisch von der Seite anschauend.

»Da is weiter nischt mehr groß auszesprechen,« brummte aber der Bursche – »wenn De mich alleweile noch nich verstiahst, so hast'n Brät vorm Kopp – Willst es aber absolut deitsch haben, so kannst' es ooch kreihn – wie viele Geld hat der Postdirecter neilich mit heeme gebracht?«

»Wie viel? – hm – wenn wir Beide es hätten, könnten wir für unser künftiges Leben zufrieden sein.«