»Aber jetzt? — gleich? — auf einem Schiff?«

»Wenn auch nicht jetzt in einem Schiff, Aia« nahm hier René das Wort, während Aia leise und traurig mit dem Kopf nickte, »doch sobald ich darf — sie lassen mich noch nicht hier fort.«

»Wer? — die Wi-Wis? — die Kanakas halten Dich doch wahrlich nicht, Ferani,« rief Aia zornig.

»Die Kanakas nein,« lachte René, »aber meine eigenen Landsleute, eines tollen Streiches der Deinigen wegen.«

»Ja ich weiß wohl« sagte das Mädchen unheimlich lachend, »Ihr helft einander wo Ihr nur könnt; ich habe das selber erfahren zu meinem Leid — aber fort mit Dir, nicht zu Dir bin ich gekommen, mit Dir zu plaudern — nimmst Du mich mit, Sadie?«

»Nach Atiu?« rief Sadie rasch und freudig.

»Wohin Du gehst« sagte das wilde Mädchen leise und herzlich.

»Und willst Du dem tollen schlechten Leben entsagen?« frug Sadie ihre Hand in tiefer Rührung ergreifend — »willst Du bei mir bleiben, und mit mir leben von nun an?«

»Wohin Du gehst« flüsterte Aia und schaute ihr dabei recht still und wehmüthig in's Auge.

»Aber Aia« sagte René, »wenn Du mitreisen willst, wo hast Du Deine Sachen, Deine Matte, Deine Kleider? — das Boot wird gleich kommen Euch abzuholen.«