»Wenn die Franzosen Ernst mit ihrer Drohung machen« entgegnete Mr. Pritchard rasch, »und nicht eben nach dieser einfachen Demonstration wieder in See gehn, Pomare wie ihre Häuptlinge in sonst ungestörtem Besitz der Insel zu lassen, so läuft auch die förmliche Besitzergreifung, wo sie dann ja die Zügel der Regierung in die Hand nehmen und das Pabstthum proklamiren werden, nicht unblutig ab, und ein Leben genommen und die ganze Insel greift mit einem Schlag zu den Waffen.«

»Sie glauben also wirklich —«

»Ich bin fest überzeugt davon.« —

»Nun dann kommt da unten Freund Mac Rally, der Master des Wallfischfängers draußen, gerad' apropos die Straße nieder — he Sir!« — und an's Fenster klopfend winkte er dem Schotten, der überdies schon die Richtung gerade nach dem Hause zu hatte, und dessen rascher Schritt bald auf der hölzernen Treppe gehört wurde. Wenige Secunden später betrat Mac Rally das Gemach und wollte sich eben nach kurzem Gruß an den Kaufmann wenden, als er die dritte Person im Zimmer sah, still schwieg und sich mit einem fragenden Blick nach dem Amerikaner umschaute.

»Es ist ein Freund von mir, ein Geistlicher« sagte Mr. Noughton und winkte Mac Rally Platz zu nehmen.

»Ein Missionair, so?« sagte der Seemann, Mr. Pritchard etwas mißtrauisch betrachtend, bei seinem Branntweinschmuggeln hatte er die Leute nicht eben als Freunde kennen gelernt, und er wußte nicht wie weit der anwesende gerade mit seiner nicht unbedeutenden Thätigkeit in diesem Geschäftszweig bekannt sein mochte; außerdem haßte er Missionaire. Hier galt es übrigens eine Geschäftssache, in der er wußte daß ihm der geistliche Mann nicht entgegen sein würde, und er sagte rasch:

»Mit unserem Handel wird es wohl Nichts werden, Mr. Noughton — es ist zu spät.«

»Wie so?« frug der Kaufmann rasch und erschreckt — »Sie dürfen jetzt kein höheres Gebot mehr machen, denn ich habe die Bestellung fest gemacht, wie Sie recht gut wissen — die Waffen sind mein.«

»Und sollen die Ihrigen bleiben, mit dem größten Vergnügen,« lachte der Seemann, »wenn Sie nur wissen sie an Land zu schaffen.«

»Und geht das nicht mehr auf dem gewöhnlichen Weg?«