»Was für Einer ist das?« frug Mr. Pritchard — der Seemann glaubte aber nicht eine Antwort darauf schuldig zu sein, sondern sagte achselzuckend:
»Die Franzosen haben in der That Besitz von Tahiti genommen; Posten sind ausgestellt an allen Plätzen wo es nur einigermaßen möglich ist zu landen, und eben wird eine Proclamation in Tahitischer, Französischer und Englischer Sprache angeklebt, nach der, unter anderem, Boote nicht einmal mehr nach Dunkelwerden in der Bai fahren, viel weniger an Land kommen dürfen.«
»Den Teufel auch« sagte Mr. Noughton, »und das müssen Sie sich hier von einem Anderen erzählen lassen?«
Mr. Pritchard zuckte mit den Achseln und sagte leise:
»Gegen rohe Gewalt hab' ich keine Macht und keine Aufträge anzustürmen; das muß der Zeit überlassen bleiben.«
»Zeit« brummte der Seemann ungeduldig — »die wird Einem dabei auch nicht gerade im Uebermaß zugemessen — morgen muß ich in See sein.«
»Und was haben Sie so zu eilen?« sagte Mr. Noughton.
»Das fragen Sie den Französischen Admiral« brummte der Engländer — »ob sie mich hier in Verdacht haben, oder ob ihnen irgend etwas verrathen ist, ich weiß es nicht, aber so viel ist gewiß, daß ich den Befehl bekommen habe was ich an Wasser und Provisionen brauche heute in Ordnung zu bringen, und morgen mit dem Landwind also etwa um neun Uhr, in See zu gehn. Das ist »kurz und süß« wie sie bei uns sagen.«
»Die Franzosen thun wirklich, als ob sie hier schon die Herren wären« sagte Mr. Pritchard.
»Thun so, Sirrah?« rief Mac Rally — »und verdammt gute Ursache dazu, denn sie sind's, so lange Sie nicht die Indianer dazu bringen können mit Macht über sie hereinzubrechen — und damit sieht's windig aus. Hätten Sie die Leute ein Bischen weniger beten und ein Bischen mehr ihre gesunden Glieder brauchen und ihre Waffenübungen nicht ganz vernachlässigen lassen, so wären die heidnischen Spiele dem lieben Gott jetzt selber zu Hülfe gekommen; jetzt können sie weiter Nichts wie mit Bibeln drein werfen, und daran stirbt Keiner — die Langeweile müßte sie denn wieder forttreiben.«