Die Klinke draußen wurde versucht.
»Sadie — öffne schnell! ich bin es,« rief in dem Augenblick der junge Franzose vor der Pforte, die Mitonares vorsichtige Hand verriegelt hatte.
»Segne mich« sagte aber Bruder Ezra erschreckt, während Sadie rasch hinzusprang dem Gatten zu öffnen — »warum kommt er nicht oben herein von der Straße — er muß sie gesehn haben.«
»Was geht hier vor?« rief aber in diesem Augenblick René, sein Weib und den Mitonare, die Beide bestürzt vor ihm standen, erstaunt ansehend. »Was sind das für Leute hier im Garten und was tragen sie?«
»Was für Leute?« frug Mitonare, in einer noch unbestimmten Absicht dem Wi-Wi die ganze Geschichte geradezu wegzuleugnen.
»Was für Leute?« wiederholte René erstaunt — »habt Ihr denn Nichts gehört und dicht unter dem Fenster hier huschten die Gestalten vorbei? — wo ist mein Gewehr? ich muß sehn was hier vorgeht; die Wache von nebenan wird auch gleich hier sein.«
»Die Wache?« rief Bruder Ezra erschreckt — »was weiß sie von hier?«
»Einer der Soldaten kam mit herüber und sprang rasch zurück als wir die verdächtigen Gestalten bemerkten, den Alarm zu geben.«
»Alle Wetter!« rief aber der Mitonare, und in die Thür springend hielt er die hohlen Hände an den Mund, und stieß einen zwar nicht sehr lauten, aber doch weithin schallenden und ganz eigenthümlichen Schrei aus.
»Was zum Teufel, Mitonare!« schrie aber René auf ihn zuspringend und ihn zurückziehend — »was soll das heißen?« Der kleine Bruder Ezra leistete jedoch nicht den mindesten Widerstand; er schien Alles ausgeführt zu haben was er wollte, und setzte sich jetzt nur dicht zum Fenster auf einen dort stehenden niederen Schemel — mit den hohen Stühlen konnte er sich nie befreunden und horchte, das Ohr an das Fenster gedrückt, still und aufmerksam nach außen, als ob er irgend einen Erfolg hier ruhig abzuwarten gedenke.