»René!«
»René das ist ein hübscher kurzer Name, und klingt nicht so schwerfällig wie die anderen englischen Worte — René das könnte auch der Mitonare im Haus behalten,« setzte sie leise hinzu und ein schelmisches Lächeln blitzte ihr durch die Augen; es war aber auch im Moment wieder verschwunden.
»Und was wolltest Du mich fragen, Sadie?«
Das junge Mädchen wurde in dem Augenblick recht still und ernsthaft, und sah ihm erst eine ganze Weile forschend, schweigend in die Augen, als ob sie dort lesen wolle, wie es selbst in seinem innersten Herz beschaffen sei. Dann aber schüttelte sie mit dem Kopf; hatte sie nicht gefunden was sie suchte oder war sie über sich selbst böse, und sagte jetzt, aber noch immer keinen Blick dabei von ihm verwendend:
»Ist es wahr, René daß Du ein Ferani bist?«
»Wenn Du, wie ich glaube, Franzose darunter verstehst — ja,« erwiederte René offen aber auch halb erstaunt über den tiefen Ernst dieser doch gewiß höchst gleichgültigen Frage. —
»Und bist Du ein Christ?« frug das Mädchen ängstlich.
René konnte ein Lächeln kaum verbergen, er erinnerte sich aber auch zugleich der Fragen des kleinen Mitonares und sagte kopfschüttelnd:
»Liebes Kind wer hat Euch solch tolle Grillen hier in den Kopf gesetzt, daß die Franzosen keine Christen wären? — gewiß sind wir Christen, wenn Dich das beruhigen kann.«
»Aber habt Ihr nicht heidnische Gebräuche bei Euerer Religion?« frug ihn das Mädchen jetzt dringender.