»Mein Himmel, es ist für alle diese Leute das höchste Ziel – nicht etwa des Geldes selber wegen, sondern weil sie Alles damit erreichen können. Der alte Peters ist nicht schlimmer und nicht besser, als die Uebrigen, aber so herzlich ich Dir für Deine treue Liebe danke, Rudolph, in dieser Sache mußt Du mir selber das Handeln überlassen.«

»Du willst selber schreiben?«

»Lass' mir Zeit – es darf nicht übereilt werden – ich kann mein Weib nicht so bitter kränken, mich nicht so rasch, so plötzlich von ihr trennen.«

»Und was willst Du sonst thun?«

»Ihr schreiben, daß ich noch nicht hier abkommen könne, daß vielleicht noch längere Zeit vergehen würde, ehe ich im Stande wäre, zu ihr zurückzukehren, ja daß es vielleicht die Umstände nöthig machten, noch Jahr und Tag hier auszuharren.«

»Das bleibt eine Galgenfrist, denn die Zeit verfliegt.«

»Lass' sie sich erst an die Trennung gewöhnen,« bat Eduard – »laß mich selber erst klar mit mir werden. Daß es ihnen indessen da drüben an nichts fehlt, soll meine Sorge sein.«

»Du bist noch unentschlossen?«

»Ja – Du weißt nicht, mit welcher Liebe Henriette an mir hängt. Was geschehen muß, mag die Zeit bringen, aber ich bin nicht im Stand ein Band freiwillig und so rasch zu lösen, das ich selber geknüpft und in dem ich mich einst glücklich fühlte.«

»Und hast Du wirklich noch eine Idee, wieder nach Australien zurückzukehren?« fragte Graf Galaz erstaunt.