»Nun, Eduard, Du bist ja ganz wie in einer Verzückung,« lachte Galaz, indem er ihm die Hand auf die Achsel legte, »aber ich muß selber gestehen, daß ich etwas Aehnliches noch nicht gehört.«

»Ich sage Dir, Rudolph,« rief aber Eduard seine Hand ergreifend, »mir schwindelt der Kopf ordentlich – ich werde noch verrückt –«

»Oho,« lachte der Graf – »so hat Dich der Gesang ergriffen.«

»Ich habe gar nicht gehört, was sie sang.«

»Was? – nicht gehört? – aber was hast Du nur, Du bist ja in einer merkwürdigen Aufregung.«

»Diese Aehnlichkeit.«

»Welche Aehnlichkeit?«

»Der Dame mit – mit einer anderen Dame, die ich – die ich vor längerer Zeit gesehen. Wo um Gottes Willen stammt sie her?«

»Meine Frau sagt aus Frankreich, aber ich wüßte nicht, wo Du sie schon gesehen haben könntest, denn wie ich gehört, so ist sie erst vor wenigen Wochen nach Deutschland gekommen, und Du selber warst doch nie in Frankreich, wie?«

»Nein, nie,« sagte Eduard, während seine Blicke noch immer fest auf der Dame hafteten, die ihm aber jetzt, im Gespräch mit Gräfin Alexandrine und Frau von Fermont, den Rücken zudrehte.