»Meine Auguste« bat Bertling, ihr Haupt an sich pressend, »ist Dir jetzt besser? – kannst Du Dich besinnen?«

Sie drängte ihn langsam von sich – sah ihn an – blickte im Zimmer umher und sagte leise:

»Was ist denn mit mir vorgegangen?«

»Du hast geträumt Herz – schwer und furchtbar geträumt« rief ihr Gatte, »oh Gott sei ewig Dank, daß es vorüber ist.«

»Geträumt? – von was?« frug die Frau, die jetzt augenscheinlich ihre volle Besinnung wieder erlangt hatte. Bertling hütete sich aber wohl irgend eines ihrer Traum-Bilder auch nur zu erwähnen und ausweichend sagte er:

»Oh nichts, Herz – lauter tolles verworrenes Zeug; wild durch einander hast Du gesprochen von Gesellschaften, Theater, Kleidern, Besuchen und was weiß ich. –«

»Sonderbar,« flüsterte die Frau nachdenkend vor sich hin »ich kann mich doch auf gar Nichts mehr besinnen. Aber mir ist mein Kopf so schwer – so furchtbar schwer und die Augen brennen mir, als ob ich geweint hätte. Wie viel Uhr ist es?«

»Es wird bald zwei Uhr sein.«

»So spät schon und Du bist noch angezogen? – Du hast wohl wieder so lange gearbeitet?«

»Ja – ich hatte so viele Briefe zu schreiben – aber lege Dich jetzt hin und schlafe. Ich will auch zu Bett gehen.«