»Bst, Camerad! Jetzt ist keine Zeit zum Geschichten erzählen. Wo ist des Alkalden Haus?«
»Gleich dort drüben. Sowie wir um diese Ecke biegen, liegt es vor uns.«
»So komm!« flüsterte Baptiste. — »Wenn ich erkannt werden sollte und fliehen müßte, findest Du mich gleich nachher unter dem nämlichen Hause wieder, wo ich eben auf Dich gewartet habe. Die Schufte werden auch das ganze Haus geplündert haben.«
»Das Beste hat die Señora gerettet,« rief Antonio rasch, »ein Kästchen, das sie mir zum Aufheben gegeben.«
»Und wo ist das?«
»Teresa nimmt es mit zum Canoe.«
»Bravo, mein Junge! Das war gescheit und nun vorwärts.«
In der Straße, in welche sie einbogen, war Alles todtenstill und Baptiste blieb zögernd stehen. — Die Gefangenen mußten schon fortgebracht sein, denn sie hätten sonst wenigstens Soldaten sehen müssen. Antonio ergriff seinen Arm und drückte ihn leise.
»Bleibt hier einen Augenblick,« flüsterte er, »ich bin gleich zurück!« und wie ein Pfeil glitt er über die dunkle Straße hinüber und dann dicht an der anderen Seite hin, bis zu des Alkalden Haus. Aber schon nach wenigen Secunden kehrte er zurück. Kein Mensch war mehr dort zu sehen, die Gefangenen mußten schon an Bord geschafft sein.
»Dann sei Gott uns gnädig!« flüsterte Baptiste zwischen den zusammengebissenen Zähnen durch. »Ich habe mein Wort gegeben, und beim Himmel, ich will es halten.«