»Wenn nur mein Gewehr nicht zerbrochen wäre.«

»Machen wir wieder,« lachte der Mulatte — »gar nicht weit von hier am Fluß — glaube ein Stückchen weiter oben, wohnt ein Schmied, der legt ein Blech darum. Der hat auch großen Platanar, nehmen wir Lebensmittel und gehen dann gerad' durch, durch den Wald.«

»Wenn nur erst ein Canoe käme.«

»Hallo, was ist das?« rief der Mulatte rasch, und drehte den Kopf der Richtung zu, von der sie eben hergekommen — »dort geht ein Mensch.«

»Ein Mensch?« rief der Ecuadorianer emporfahrend, denn allerdings war es etwas Außerordentliches, in dieser Wildniß noch ein lebendes Wesen zu finden — »Caramba — ein Mädchen?« fuhr er aber noch überraschter fort, als im nächsten Augenblick Eva aus den Büschen trat. Aber diese achtete weder auf ihn noch einen der beiden Mulatten; nur José hatte ihr fernsehender Blick gesucht, nur auf diesen sprang sie zu, und seine Hand ergreifend rief sie freudig aus:

»Gott sei Dank, José! Gott sei Dank, so war mein langer einsamer Weg doch nicht umsonst, und ich bin noch zur rechten Zeit gekommen.«

»Meine Eva!« rief der junge Bursch bewegt — »aber wie um Gottes Willen kommst Du in diese Wildniß — Von Concepcion in einem Canoe?«

»Hat das Mädchen ein Canoe bei sich?« frug der Ecuadorianer rasch und erfreut.

»Nein, Señor,« sagte die junge Negerin, langsam dabei den Kopf schüttelnd — »derselben Trocha bin ich gefolgt wie Sie —«