Die Bildung der Bergzüge und Hügelreihen, welche den Harz im Norden mantelartig umziehen, und die Ausfüllung der von da in das Gebirge eingreifenden Thäler ist in den nun folgenden drei geologischen Perioden der Trias-, der Jura- und der Kreideformation erfolgt.

Abb. 15. Erzstoß im Burgstätter Hauptgang.
(Nach einer Photographie von Fr. Zirkler in Klausthal.)

Erdgeschichte des Harzes.

Die Trias (d. i. bunter Sandstein, Muschelkalk und Keuper) legen sich bandförmig von Hahausen bis Gernrode in der Weise um den Nordrand, daß der Sandstein — dem die Solquelle bei Harzburg entspringt — und der Keuper, der meistens als Letten und Mergel auftritt, die Thäler, der Muschelkalk die — später umgekippten — Höhen bildet. (Am Südrande liegen die Trias wegen der Breite der Zechsteinformation weit ab vom Gebirge.) — Der Jura kommt nur in dem Busen des Schiefergebirges zwischen Langelsheim und Harzburg und in der Nähe von Quedlinburg vor; seine Liasschichten liefern der Harzburger Hütte schönen Roteisenstein. — Die Kreide, mit ihren unteren Schichten, Hils und Gault, bis Harzburg, mit jüngeren bis Ballenstedt reichend, führt in der unteren Lage des Gault guten Quadersandstein, der vor dem Breitenthor vor Goslar den zu einer Kapelle ausgehöhlten Felsen der Klus bildet und am angrenzenden Petersberge zur Anlage eines großartigen Steinbruchs Anlaß gegeben hat. Den Schichten der senonen Kreide gehören der durch seinen Reichtum an Petrefakten ausgezeichnete Sudmerberg bei Goslar und die Quadersandsteinreihe Regenstein-Teufelsmauer an.

Abb. 16. Hahnenklee, vom Bocksberg gesehen.
(Nach einer Photographie von F. Rose in Wernigerode.)

Die Tertiärformation (Braunkohlenbildung) ist nur ganz schwach am Harzrande vertreten. —