Abb. 67. Blankenburg im 17. Jahrhundert (nach Merian.)

In etwa einer Viertelstunde erreichen wir vom Jägerhause die „Bodensteiner Klippen“, aus dem üppigen Buchenwalde hoch und steil aufsteigende, kahle Sandfelsen, ähnlich der Teufelsmauer bei Blankenburg und offenbar derselben geognostischen Bildung angehörend. Der Aufstieg auf eine der zugänglich gemachten Klippen gewährt bei guter Beleuchtung der Landschaft hohen Genuß.

X.
Die Okerlandschaft.

Der dritte Fluß der Klausthaler Hochebene, die Oker, das ist reißender Strom, schlägt dieselbe „widersinnige“ Richtung ein wie die Innerste. Sie entspringt beim Okerstein am Westabhange des Bruchberges in 800 Meter Meereshöhe, stürzt bis Altenau 320 Meter in einem Querthale steil herab und vereinigt sich innerhalb der Stadt mit der kleinen Oker, der jetzt Schneid- das ist Grenzwasser genannten Altenah und dem durch den Rotenbach verstärkten Gerlachsbach.

Abb. 68. Blankenburg.
(Nach einer Photographie von F. Rose in Wernigerode.)

Eine Oase im grünen Waldmeere, liegt die jüngste Bergstadt Altenau, — fast nur auf einer Seite von einer blumenreichen Wiesenflur, die aber einen steilen Berg darstellt, begrenzt, in die schützenden Thäler eingesenkt. Prächtige Spaziergänge namentlich den Dammgraben entlang, der den Bruchberg in Schlangenwindungen umzieht, ein herrlicher Blick über den ganzen Westharz von der Wolfswarte, vor allem aber der großartig schöne Weg über den Nabenthaler Wasserfall und an der Steilen Wand hin nach dem Torfhause fesseln gleichmäßig den Sommerfrischler wie den Harzwanderer. Den Ahrendsberg mit seinen Klippen, einen Glanzpunkt des Harzes, ersteigen wir am besten von dem unterhalb der Hütte gelegenen Gemkenthal auf dem Wege nach Harzburg.