Agnes. Ich zitterte für Euch, gnädiger Herr, Ihr schautet zu mir herüber und rittet gegen den Feind, ich dachte, Ihr müßtet Schaden nehmen!
Albrecht. Und das war dir nicht gleichgültig?
(Sie verlieren sich, nebst den andern, im Gewimmel.)
Barbara (mit Martha und andern Mädchen hervortretend). Ha, ha, ha! Sagt' ich's euch nicht, daß es besser sei, zu Hause zu bleiben? Nun freut euch, wenn ihr könnt!
Martha. Ei, dies ist ja gut! Wenn der Herzog sie mitnimmt, steht sie uns ebensowenig mehr im Wege, als wenn sie gen Himmel fährt!
Barbara. Mitnimmt! Wo denkt ihr hin! Er wird sie schon hier lassen! Aber sie wird noch im Wert steigen, nun auch er genickt hat! Seht euch nur um, wie alles kuckt und flüstert!
(Gehen vorüber.)
Nothhafft von Wernberg (kommt mit Knippeldollinger, ihm tritt entgegen:)
Bürgermeister Nördlinger (mit einem Fräulein). Herr Ritter—meine Base, Juliana Peutinger—sie hat des Kaisers Majestät schon als vierjähriges Jungfräulein im Namen des Rats mit einer kleinen lateinischen Rede begrüßt! Ich möchte sie Seiner Gnaden gern aufführen!
Nothhafft von Wernberg (mit ihm weitergehend). Nachher, Herr Bürgermeister, nachher! (Leise.) Der Herzog ist von den Bürgern so warm empfangen worden, sie haben sich die Kehle fast abgeschrien, Ihr seht, er bezeugt sich dankbar!