Ein Diener.
Der Vizekönig!

Alexandra.
Gewiß bewaffnet, wie er immer ist,
Wenn er zu uns kommt, seit es ihm mißlang,
Durch Schmeichelei den Sinn uns zu betören,
Wie er's im Anfang zu versuchen schien.
Weißt du, daß Salome in jener Zeit
Vor Eifersucht verging?

Mariamne.
Sie tut's noch jetzt!
Denn lächelnd und vertraulich sag ich ihm,
Wenn sie dabei ist, stets die schlimmsten Dinge,
Und da sie selbst nicht müde wird, zu spähn,
So werde ich nicht müde, sie zu strafen
Für ihre Torheit!

(Joseph tritt ein.)

Alexandra (auf Josephs Waffen deutend).

Siehst du?

Mariamne.
Mag er doch!
Sein Weib verlangt's, damit sie träumen kann,
Sie habe einen kriegrischen Gemahl.

Alexandra (zu Joseph).
Ich bin noch da!

Joseph.
Ein seltsamer Empfang.

Alexandra.
Mein Sohn ist auch noch da! Er hat, wie einst,
In eine Totenkiste sich versteckt.
Jag ihn heraus, ich will's dafür verzeihn,
Daß du das einmal ungeheißen tatst.
Du mußt die Kiste aber diesmal nicht
Auf einem Schiff, das nach ägypten segelt,
Du mußt sie suchen in des Kirchhofs Bauch.